Poppenbüll
Frau Bürgermeisterin Wiebke Buschmann St. Johanniskoog-Ring 20 D-25836 Poppenbüll |
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Die Gemeinde Poppenbüll ist 1.549,8 Hektar groß und hat 193 Einwohner (Stand: 31.03.2009). Während die Silbe "büll" aus dem Angelsächsischen/ Dänischen stammt und Haus, Gebäude, Wohnsitz/ Wohnort bedeutet, deutet die Vorsilbe "poppen" früher: Papenboll, Pappeboll, Poppenbyl oder Gemeinde Poppenbull auf eine patriarchische Bedeutung hin. Hier lebte nach der Chronik des Postmeisters Friedrich Wilhelm Petersen in früheren Jahren die Sippe des Poppo, daher die heutige Ortsbezeichnung. Der Name Poppo war im Mittelalter ein weitverbreiteter Name, zum Beispiel gab es um das Jahr 1000 herum einen Bischoff Poppo in Schleswig. Die Ortsbezeichnung Poppenbüll ist nicht erst um das Jahr 1113 mit dem Bau einer Filialkirche (Kapelle) zur Gardinger Pfarrkirche entstanden, sondern ist augenscheinlich älter. Um 987 wurde der Johanniskoog eingedeicht. Zu dieser Zeit gab es eine Anzahl von Wohnstätten. Diese hatten in ihrer Gesamtheit selbstverständlich eine Benennung.
Die Gemeinde ist landwirtschaftlich strukturiert. Handel und Gewerbe spielen nur eine untergeordnete Rolle. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde der Dorfplatz durch einen Vierrutenhaubarg verschönert. Dieser diente in früheren Jahren zur Unterbringung von Heu, heute wird er als gemütlicher Unterstand bei Dorfplatz- und Kinderfesten genutzt. Den Reetdach- und Hausbesitzern wurde die Möglichkeit über die Dorferneuerung geboten, durch Mitfinanzierung von Land, Kreis und Gemeinden ihre Reetdächer sowie Fenster und Mauern nach vorgegebenen Richtlinien zu erneuern. Die Einwohner bemühen sich durch Appartement- und Zimmervermietung ebenso wie durch Ferien auf dem Bauernhof, zusätzliche Einnahmequellen zu schaffen. Die intakte Natur und das gesunde Klima sowie der gute Ausbau des Wirtschaftswegenetzes führen dazu, dass der Fremdenverkehr auch in Poppenbüll an Bedeutung gewinnt. Sehenswürdig sind noch einige im Ort befindliche Haubarge und ein Tauteich im Helmflether Weg, sowie die "Spinnkate" auf Nickelswarft. Im Dorfkrug "De Kohstall" kann man heimische Gerichte und selbstgebackenen Kuchen genießen. Im Juli 2000 wurde der Gemeinde durch das Land Schleswig-Holstein das Prädikat "Erholungsort" zuerkannt. Zusammen mit den anderen Heverbundgemeinden Westerhever und Osterhever wird eine gemeinsame Feuerwehr, die in Osterhever stationiert ist, unterhalten. Die Nähe zu Garding bietet vielseitige Einkaufsmöglichkeiten. Die ärztliche Versorgung und Einrichtungen der Daseinsvorsorge werden im ländlichen Zentralort Garding vorgehalten.
