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Aktuelles

23.05.2024

Heute vor 75 Jahren wurde unser Grundgesetz verabschiedet. Aus diesem Grund gibt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Frauenbüros und Gleichstellungsstellen folgende Pressemitteilung heraus

Pressemitteilung der BAG _ Bundesarbeitsgemeinschaft der Frauenbüros und Gleichstellungsstellen


 
75 Jahre Grundgesetz: Demokratie und Gleichstellung müssen mehr denn je verteidigt werden!
 
-       Werte sind bedroht
-       Demokratiefeind*innen wollen Gleichstellung der Geschlechter abschaffen und
        propagieren ungerechte Familienbilder
-       Gleichstellung ist noch nicht erreicht und muss jeden Tag auf´s neue erkämpft werden

 
Berlin, 22.05.2024 – Mehr denn je ist unser Grundgesetz von Demokratiefeind*innen bedroht. Rechtsradikale stellen wichtige Prinzipien in Frage, wie beispielsweise die Gleichstellung der Geschlechter und stellen sich damit gegen eine demokratische und gerechte Gesellschaft.
Die Gleichstellung ist auch nach 75 Jahren noch nicht vollständig erreicht, wie Studien zeigen: Bei gleichwertiger Arbeit verdienen Frauen immer noch weniger als Männer, ist die wieder steigende Gewalt gegen Frauen ein massives gesellschaftliches Problem, Feministinnen werden in sozialen Medien bedroht, beleidigt und mundtot gemacht, Politikerinnen sollen mit Hass und sexistischen Angriffen im Netz zum Aufgeben gezwungen werden- das geht einher mit toxischen Männlichkeitsbildern, die wieder populär werden. Frauen tragen noch immer die Hauptlast der unbezahlten Sorge- und Familienarbeit und sind dadurch häufig von Altersarmut bedroht.

 
Als Elisabeth Selbert, Friederike Nadig, Helene Weber und Helene Wessel, auch bekannt als die "Mütter des Grundgesetzes" die Aufnahme des Satzes: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ als Artikel 3 Absatz 2 in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland erstritten, war dies schlicht eine Revolution. Das Familienrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch war bis dahin an Vorrechten des Ehemannes orientiert.
 
Die Umsetzung dieses Gleichheitsgrundsatzes gestaltete sich ebenfalls als langwieriger Prozess. Erst im Jahr 1950 wurde ein Frauenreferat im Bundesministerium des Innern eingerichtet, und erst 1957 wurde das Letztentscheidungsrecht des Ehemannes in ehelichen und familiären Angelegenheiten aufgehoben. Er hatte bis dahin das Letztentscheidungsrecht in allen ehelichen Fragen: Finanzen, Vermögen und Erwerbstätigkeit der Ehefrau. Die Frau war verpflichtet, den Haushalt zu führen. Der Ehemann hatte die Vormundschaft über gemeinsame Kinder. Eine Scheidung ließ eine Frau mittellos zurück.
 
Auch viele andere Gesetze benachteiligten Frauen, z.B. das Arbeitsrecht durch Lohnabschlagsklauseln oder das Rentenrecht durch unterschiedliche Bewertungsgrundlagen.
Bis weit in die 1980er Jahre hinein wurden aufgrund des Grundgesetzartikels rechtliche Ungleichheiten aus Gesetzen entfernt. Dies geschah selten freiwillig, sondern meist aufgrund von Gerichtsurteilen oder auch aufgrund von Richtlinien der europäischen Union.
 
Die rechtliche Gleichstellung hat noch lange nicht bewirkt, dass De-Facto Ungleichheiten beseitigt sind. Gender Pay Gap, Gender Pension Gap, Gender Care Gap, fehlende Parität in Parlamenten: Die großen Dysbalancen, die bis heute zu Benachteiligungen von Frauen in vielen Lebenslagen führen.
Auch die Vision von Helene Weber, die Lohngerechtigkeit verfassungsrechtlich zu verankern, ist nach wie vor von großer Bedeutung.
 
Vor 30 Jahren, 1994, erkämpften Frauen in West und Ost gemeinsam die Ergänzung des Satzes „Der Staat fördert die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“. Dieser Satz erteilt allen staatlichen Ebenen die Aufgabe, sich aktiv um die Beseitigung von Nachteilen zu kümmern. In fast allen Städten, Gemeinden und Kreisen gibt es heute Gleichstellungsbeauftragte, die dafür streiten und Wege aufzeigen, den Geist des Grundgesetzes umzusetzen. Vor 75 Jahren trat der Grundgesetzartikel 3, Absatz 2 in Kraft und hat nichts an Aktualität eingebüßt.
 
zum Weiterlesen: 
www.bundestag.de/resource/blob/986330/4b1549fe0e1041daa5bce5c2b68557d7/Vor-75-Jahren-Gleichberechtig
 

Mit freundlichen Grüßen
Presseteam
 
Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) 
kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen
Weydingerstraße 14-16 
10178 Berlin 
presse@gleichberechtigt.org
www.gleichberechtigt.org


21.05.2024

[Einleitung]

WAHLAUFRUF ZUR EUROPAWAHL 2024: WER WÄHLT, ZÄHLT!

Aktuelles | 8. Mai 2024

Die Lebensader der Demokratie ist die Partizipation: Die EU-Bürger*innen haben es in der Hand etwas zu verändern, wenn sie zur Wahl gehen! Der Deutsche Frauenrat ruft dazu auf, bei der EU-Wahl am 9. Juni für demokratische Parteien zu stimmen, die Frauenrechte verteidigen und stärken wollen.

Die Wahlen zum Europäischen Parlament 2024 entscheiden darüber, ob die EU ein Fortschrittsmotor für eine freiheitliche Demokratie bleibt, die Frauenrechte achtet und ausbaut. Oder ob rechtsextreme, populistische und demokratie- und/oder europafeindliche Parteien an Einfluss gewinnen, die mühsam errungene Fortschritte zunichtemachen.

Rückschritt kann verhindert und Fortschritt erkämpft werden – an den Wahlurnen! Nur von demokratischen Mehrheiten kann eine starke, demokratische, geschlechtergerechte und durchsetzungsfähige EU weiterentwickelt werden.

Rechtsextreme, populistische und demokratie- und/oder europafeindliche Parteien bedrohen unsere freiheitliche Demokratie. Die negativen Beispiele von Ungarn und auch Polen vor dem Regierungswechsel mahnen, wohin rechtsnationale und rechtsextreme Ideologien Rechtsstaaten führen können. Auch die Ergebnisse der jüngsten Parlamentswahlen in Italien, den Niederlanden und Portugal geben Anlass zur Sorge.

Für Frauen ist die AfD nicht wählbar

Gleichberechtigung ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer demokratisch verfassten Gesellschaft und damit nicht verhandelbar. Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien wie die AfD sehen Gleichberechtigung jedoch als Bedrohung einer Ordnung, die Männer privilegiert und Frauen unterordnet. Ihre Ablehnung richtet sich nicht nur gegen die Gleichstellung der Geschlechter, sondern auch gegen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt.

Mit ihrer reaktionären Ideologie wird die AfD nicht davor zurückschrecken, die Errungenschaften der Frauenbewegungen Stück für Stück einzukassieren. Wir müssen uns klar machen: Frauenrechte sind der einzige verlässliche Schutzschild für Frauen vor einer patriarchalen Dominanz, wie sie der AfD vorschwebt. Auch deswegen ist die AfD für Frauen nicht wählbar!

Eine resiliente Demokratie, in der Frauenrechte geschützt und ausgebaut werden und alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, sozialer oder ethnischer Herkunft, Alter, Beeinträchtigung und Religion – den gleichen Zugang zu Ressourcen, Einfluss und Wertschätzung haben, wird uns nicht geschenkt. Wir müssen sie verteidigen.

DESWEGEN GILT FÜR DEN 9. JUNI 2024:
WÄHLEN GEHEN UND DEMOKRATISCHE PARTEIEN STÄRKEN!

17.05.2024

Veranstaltungshinweis

  

03.05.2024

Bitte beachten: Verschiebung der Ausstellung "Die Mütter des Grundgesetzes"

Die Ausstellung "Die Mütter des Grundgesetzes", die anläßlich des 75jährigen Jubiläums unseres Grundgestzes in der Zeit vom 23.Mai bis 03.Juni 2024 im Historischen Packhaus in Tönning gezeigt werden sollte, wird aus organisatorischen Gründen in den Herbst verschoben.

Sobald Zeit und Ort feststehen, wird an dieser Stelle darüber informiert.

11.03.2024

Unter dem Reiter "Aktuelles" auf der Startseite des Amtes Eiderstedt finden Sie heute einen Veranstaltungshinweis anläßlich des internationlaen Frauentages. 

Ich freue mich, Sie am 15.03.2024 dort begrüßen zu können.

Und hier noch ein "Facebook-Fund", den ich mit einem Augenzwinkern an Sie weiter geben möchte:

"Augenhöhe ... 

... Eines Tages spazierte das Ehepaar Churchill durch ein vornehmes Quartier in London. Die Leute grüssten und wechselten ein paar Worte mit dem Premierminister.  Ein Strassenfeger hingegen grüsste vor allem Frau Churchill und die beiden blieben ein Weilchen in vertrautem Gespräch beiseite. Danach fragte Chrurchill seine Frau, was sie so lange mit einem Straßenfeger zu besprechen gehabt hätte. "Ach...er war vor langer Zeit einmal verliebt in mich",entgegnete sie. Churchill schmunzelte und meinte: "Siehst du, wenn du ihn geheiratet hättest, wärst du heute die Frau eines Strasßenfegers". 

Frau Churchill schaute ihren Mann verwundert an und sagte die legendären Worte: "Aber mein Darling, wenn ich ihn geheiratet hätte, wäre er heute Premierminister". "

(Quelle: #thinkabout / Facebook )


06.02.2024 

Unter dem Reiter "Aktuelles" finden Sie heute einen Veranstaltungshinweis des Vereins Frauen-Sucht-Gesundheit zum Thema "Angehörige von Suchterkrankten".

22.Januar 2024


Pressemitteilung: Nie wieder!
 
Berlin, den 19.1.2024
 
Wir sind zutiefst entsetzt und beunruhigt, dass Rechtsextremisten die Deportation von Mitbürger:innenn mit ausländischen Wurzeln im großen Stil planen. „Remigration“- zu Recht das Unwort des Jahres - bedeutet die Vorbereitung eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit und ist nur der Anfang- wie uns unsere Vergangenheit zeigt.
 
Wir stellen uns solidarisch hinter alle Menschen, die in den Fantasien dieser Leute nicht zu diesem Land gehören. Fakt ist, diese Demokratiefeind:innen gehören nicht in unsere Mitte und noch weniger gehören sie in deutsche Parlamente. Es darf nicht sein, dass sie im Geheimen und auch ganz offen die Instrumente der Demokratie nutzen, um die Demokratie abzuschaffen.
Die Deportation von Menschen aus Deutschland darf nie wieder Realität werden. Die gesetzliche Legitimation solcher Phantasien muss mit allen juristischen und politischen Mitteln verhindert werden.
 
Antidemokratische Tendenzen sind immer auch antifeministische Tendenzen
Antifeminismus und Sexismus bedrohen hart erkämpfte Rechte und Freiheiten für Frauen. So erleben wir immer wieder Angriffe rechtsradikaler Parteien auf Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit. Das äußert sich oft in der Forderung, Gleichstellungsbeauftragte abzuschaffen und damit auch den Staatsauftrag aus Artikel 3 Grundgesetz.
Die Recherchen von Correctiv.org zeigen einmal mehr, wie groß die Gefahr von Rechtsextremismus und Rassismus für unsere Gesellschaft ist - aber es ist nur die Spitze des Eisberges. Denn rechtsextreme Gesinnung reicht bis in die Mitte der Gesellschaft und muss politisch beantwortet werden.
 
Wir brauchen mehr Geld für Demokratieförderung
Das im Koalitionsvertrag vereinbarte Demokratiefördergesetz liegt auf Eis, weil die FDP dem Entwurf nicht zustimmen will. Es darf nicht sein, dass dieses Gesetzesvorhaben verschleppt wird. Wir fordern deshalb die Bundesregierung auf, das Gesetz zügig zu verabschieden.
Wer Rechtsextremismus, Antisemitismus, Antifeminismus und Rassismus bekämpfen will, muss jetzt die Zivilgesellschaft stärken und sich nicht – wie es einige Oppositionspolitiker:innen gerade tun - noch ihrer Sprache und ihren Zielen angleichen. Es ist höchste Zeit deutlich gegen Rechtsextremismus Farbe zu bekennen und Antworten auf die dringenden sozialen Fragen zu geben. Auf der Straße und in der Politik!
 
Hier können Sie sich informieren, wo es zivilgesellschaftliche Aktionen zur Verteidigung unserer Demokratie gibt: https://demokrateam.org/demonstrationen
 
Mit freundlichen Grüßen

Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) 
kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen
Weydingerstraße 14-16 
10178 Berlin 
Tel: 0 30/240 09 812
Mobil: 0151/68171270
presse@gleichberechtigt.org
www.gleichberechtigt.org


07.Juli 2023 

Pressemitteilung zur Vollversammlung der LAG der hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten S.-H. am 06.07.2023


„Geburtshilfe in Schleswig-Holstein – wie gut sind wir versorgt?“

Kiel 06.07.2023 

Auf der heutigen Vollversammlung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten konnten die Sprecherinnen der Landesarbeitsgemeinschaft über 70 interessierte Gäste (Gleichstellungsbeauftragte aus den Kommunen, Hebammen, Kommunalpolitikerinnen, Mitarbeiterinnen von Schwangerenberatungsstellen, Frauenfacheinrichtungen sowie den Frühen Hilfen etc. begrüßen.
In den letzten 10 Jahren schlossen verschiedene Entbindungsabteilungen in Schleswig-Holstein, allein in 2022 fünf Abteilungen. Diese Entwicklung ist noch nicht beendet - das Marienkrankenhaus in Lübeck kündigte jüngst die Schließung seiner Geburtenabteilung zum 09. Juli 2023 an. Auch die außerklinische Geburtshilfe wurde deutlich reduziert. Das hat viele Frauenverbände im Lande alarmiert, viele Schwangere verunsichert, zumal dies von mehreren Insolvenzen namhafter Traditions-Krankenhäuser und landesweiten Protestaktionen gegen die Unterfinanzierung und den Pflegekräftemangel im Gesundheitswesen im Juni 2023 begleitet wurde.
Mit der Veranstaltung wurde der Frage nachgegangen, was gerade in der Geburtshilfe in Schleswig-Holstein passiert, was für eine flächendeckende Versorgung in der Zukunft notwendig ist, wie die klinische und außerklinische Versorgung besser verzahnt werden kann und wie Qualität trotz fehlender Fachkräfte machbar ist.
Jährlich kommen in Schleswig-Holstein rund 25.000 Kinder zur Welt (vgl.https://de.statista.com/statistik/daten/studie/588949/umfrage/anzahl-der-geburten-in-schleswig-holstein). Diese Geburten müssen irgendwo in Ruhe stattfinden können. Sie sind selten so planbar, wie durchgetaktete Klinikabläufe und entsprechender Kostendruck das vorsehen.
„Eine Konzentration auf nur noch wenige Klinikstandorte ermöglicht zwar eine gute medizinische Versorgung bei spezifischen Komplikationen. Dies verlängert aber auch die Wege und erschwert die Versorgung der Schwangeren, wenn während der Schwangerschaft Komplikationen auftreten und abgeklärt werden sollen“, so Utta Weißing, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Harrislee und LAG-Sprecherin.


Zum besseren Verständnis des Ist-Zustandes gab Dr.in Doris Scharrel (Landesvorsitzende des Berufsverbandes der Frauenärzte, Mitglied im „Qualitätszirkel Geburtshilfe SH“) einen Überblick über die Grundzüge der klinischen Versorgung:
„Es ist Aufgabe einer Landesregierung, gemeinsam mit den Kreisen und kreisfreien Städten für die Sicherstellung der Versorgung der Menschen in Schleswig-Holstein mit stationären Krankenhaus-leistungen zu sorgen, und dabei eine größtmögliche medizinische Sicherheit zu gewährleisten. Für die aktuelle Verteilung der Geburtsstationen mit verschiedenen Versorgungsleveln gibt es gute medizinische Gründe“, ist Scharrel überzeugt. Die Schließungen der letzten Zeit und weitere Wege beeinträchtigen ihrer Meinung nach nicht wesentlich die insgesamt gute medizinische Versorgung. Eine Neuausrichtung der Geburtshilfe sei dennoch -wie im gesamten Gesundheitswesen- auch deshalb unausweichlich, um künftig trotz fehlender Fachkräfte alle Schwangeren und Neugeborenen gut versorgen zu können.

Danach legte Anke Bertram (Vorsitzende des schleswig-holsteinischen Hebammenverbandes und ebenfalls Mitglied im „Qualitätszirkel Geburtshilfe SH“) die Sicht der Hebammen auf die gegenwärtige Lage sowie die Möglichkeiten der außerklinischen Geburtshilfe dar:           „Ziel der Arbeit von Hebammen ist eine gute Versorgung von Mutter und Kind in der Schwangerschaft, eine wohnortnahe sichere Geburtshilfe und eine gute Betreuung der Familien nach der Geburt. Nicht jede Geburt bedarf der Aufnahme in ein Krankenhaus, aber es braucht die Nähe und Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern bei Bedarf. Bei der Neuausrichtung des Gesundheitswesens muss die außerklinische Geburtshilfe endlich mehr berücksichtigt werden, und da müssen wir neue Strukturen denken“, so Bertram.

Schwangere und ihre Angehörigen wünschen sich naturgemäß beides: eine fachkundliche Begleitung und Vorbereitung auf die Geburt und während der Zeit danach und größtmögliche medizinische Si-cherheit bei Komplikationen.

In der sich anschließenden Diskussion mit Frau Dr.in Scharrel und Frau Bertram ging es den 70 Zuhörenden vor allem um Fragen nach einer qualifizierten, flächendeckenden Zusammenarbeit von ärztlich geleiteten klinischen Geburtsstationen, hebammengeleiteten Kreißsälen und außerklinischen Angeboten, die für Schleswig-Holstein mit seinen geographischen Besonderheiten wichtig sei. Die anstehenden Bundes-Reformen im Gesundheitswesen sähen allerdings weitere Einschnitte vor.

„Wir fordern die Landesregierung auf, bei Planungen für die besonderen Bedingungen in Schleswig-Holstein Wege zu suchen, wie neben der krankenhausplanerischen Geburtshilfe von Neonatologischen Zentren LEVEL I bis zu hebammengeleiteten Kreißsälen auch hebammengeleitete Einrichtungen wie zum Beispiel Geburtshäuser wieder stärker mitgedacht werden können“, erklärt Utta Weißing abschließend.

Pressekontakt:
Birgit Pfennig
Geschäftsstelle der LAGs kommunaler Gleichstellungsbeauftragter in Schleswig-Holstein
Walkerdamm 1
24103 Kiel
Tel.: 0431-30034721
geschaeftsstelle@gleichstellung-sh.de




16.Juni 2023                        Achtung neue Rufnummer !

 - Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" hat eine neue Rufnummer -

Seit zehn Jahren bietet das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ niedrigschwellige Beratung und Unterstützung für Frauen in Not. Zum Jubiläum wurde die bisherige Rufnummer verkürzt und vereinfacht.

Seit dem 1. Juni 2023 ist das Hilfetelefon in Deutschland unter der Nummer

                                                               116 016

rund um die Uhr erreichbar.

Das Beratungsangebot ist weiterhin anonym, kostenfrei, barrierefrei und in 18 Fremdsprachen verfügbar.                                             

Die bisherige Nummer 08000 116 016 bleibt noch für mindestens ein Jahr parallel gültig.

Hier geht´s lang:   https://www.hilfetelefon.de/                                 


19.Mai 2023                           Frauengeschichte: Heute vor 30 Jahren...

Heide Simonis – Die erste Ministerpräsidentin

Am 19. Mai 1993 wurde die SPD-Politikerin Heide Simonis (geb. 1943) in das Amt der Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein gewählt, zwei Wochen nachdem Björn Engholm von seinem Amt als Ministerpräsident zurückgetreten war. Heide Simonis war damit die erste und bis zur Wahl von Christine Lieberknecht zur Thüringer Ministerpräsidentin im Jahr 2009 einzige Frau, die als Ministerpräsidentin an der Spitze eines Bundeslandes stand. Nachdem die SPD bei der Landtagswahl von 1996 die absolute Mehrheit verloren hatte, bildete sie mit den Grünen eine Koalition, die auch bei der Landtagswahl 2000 bestätigt wurde.
Als Heide Simonis das erste Mal zum Ministerpräsidenten-Treffen kam, begann Kurt Biedenkopf als Sprecher die Begrüßung mit den Worten „Meine Herren Kollegen“. Ein Mitarbeiter soll ihm ein Zeichen gegeben haben, denn dann folgte „… und Frau Simonis“.
Heide Simonis war 1969 in die SPD eingetreten und wurde 1976 in den Deutschen Bundestag gewählt. Von 1988 bis 1991 gehörte sie dem Bundesvorstand der SPD an. Ihren Ruf hatte sie sich als Finanzministerin erworben. Als solche war sie von August 1990 bis Mai 1993 Vorsitzende der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und wurde für ihre konsequente Haltung bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst 1992 bekannt.
Am 10. März 1993 wurde sie Stellvertreterin von Ministerpräsident Björn Engholm und galt neben zwei männlichen Kollegen als dessen potentielle Nachfolgerin, da Björn Engholm Kanzlerkandidat der SPD werden sollte. Es war nicht abzusehen, ob eine Frau Chancen auf das Amt als Ministerpräsidentin hätte, doch Björn Engholm stolperte über die Barschel-Affäre. Heide Simonis Fazit dazu lautet, dass eine Frau immer erst dann in ein solches Amt gehoben wird, wenn es vorher einen Mann kräftig aus der Kurve getragen hat. Und sie erinnert sich daran, dass es viel Skepsis gegenüber einer Frau in diesem Amt gab.
Nach dem Ergebnis der Landtagswahl vom 20. Februar 2005 war die Frage der Regierungsbildung unsicher, da SPD und Grüne zusammen nur über 33 Mandate und CDU und FDP gemeinsam über 34 Mandate verfügen konnten. Bei der konstituierenden Sitzung des Landtages am 17. März 2005 stellte sich neben Heide Simonis auch der CDU-Landesvorsitzende Peter Harry Carstensen zur Wahl. Beide konnten in vier Wahlgängen die erforderliche Mehrheit der Stimmen nicht auf sich vereinen. Nach Stimmengleichheit im vierten Wahlgang mit je 34 Stimmen für Carstensen und Simonis stellte sie sich für einen weiteren Wahlgang nicht mehr zur Verfügung und leitete bis zur Wahl von Peter Harry Carstensen im fünften Wahlgang am 27. April 2005 als geschäftsführende Ministerpräsidentin die Landesregierung. 

Quelle:hundertjahrefrauenwahlrecht.de

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17.Mai 2023 "Gretchenfragen - feministische Perspektiven für die Zukunft" 

- Presseerklärung der BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten) -

27. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands in Leipzig ist erfolgreich zu Ende gegangen

Zwei Tage lang haben sich Gleichstellungsbeauftragte mit „Gretchenfragen“ der Gleichstellung und mit feministische Perspektiven für die Zukunft beschäftigt. Gretchenfragen sind als unbequem empfundene Gewissensfragen, die eine Positionierung zu Kernthemen verlangen.

#Gretchenfrage häusliche Gewalt: 3,8 Mrd. Euro zahlt die Gesellschaft im Jahr für die Folgen von häuslicher Gewalt. Jeden dritten Tag wird eine Frau von ihrem (Ex-) Partner ermordet. Nicht zu beziffern ist das Leid, dass häusliche Gewalt bei Frauen und Kindern verursacht. Deutschland hat die Istanbul-Konvention unterzeichnet, die konkrete Umsetzung läuft jedoch schleppend. Es braucht mehr Geld für Täterarbeit und Präventionsprojekte für Jungen. Es braucht Strukturen für besonders verletzliche Gruppen, wie trans und inter Personen. Frauenschutzhäuser brauchen eine verlässliche und nachhaltige Finanzierung.

#Gretchenfrage: politische Teilhabe: Etwa ein Drittel der Bundestagsabgeordneten sind weiblich, der Anteil der Bürgermeisterinnen beträgt nur 11,7 Prozent. Nur durch Parität können die Belange von Frauen wirklich gesehen werden. Auch in der Kommunalpolitik ist der Frauenanteil viel zu niedrig. Es müssen mehr Frauen auf sicheren Listenplätzen aufgestellt werden.

#Gretchenfrage Gesundheit: immer mehr Geburtsabteilungen werden geschlossen, Schwangere müssen gerade in ländlichen Regionen lange Wege in Kauf nehmen, werden abgewiesen, wenn Kreißsäle belegt sind. Es braucht eine wohnortnahe Versorgung für Schwangere. Noch immer kann ein Schwangerschaftsabbruch laut §218 mit Gefängnisstrafe geahndet werden und immer weniger Ärzt*innen können einen Abbruch vornehmen. Methoden für Schwangerschaftsabbrüche müssen im Medizinstudium gelehrt werden.

#Gretchenfrage Alleinerziehende: Alleinerziehende sind fünfmal häufiger von Armut betroffen als Zwei-Eltern-Familien, 88% der Alleinerziehenden sind Frauen. Durch eine steuerliche Entlastung und sichere Kinderbetreuung könnte die finanzielle Situation Alleinerziehender verbessert werden.

Auf solche und weitere Gretchenfragen muss die Politik Antworten geben.

Entsprechende Anträge an die Bundesregierung haben wir auf der Bundeskonferenz verabschiedet.

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12.Mai 2023      Kommunalwahlen und Muttertag

Am Sonntag wird in Schleswig-Holstein gewählt !

Die Landesarbeitsgemeinschaft der hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten (LAG) hat mit vielen Aktionen im Vorfeld der Kommunalwahlen auf das Ungleichgewicht von Frauen und Männern in den kommunalen Parlamenten aufmerksam gemacht.

Wir Gleichstellungsbeauftragten haben...

                                                                      ... versucht Frauen mit verschiedenen                                                                                  Veranstaltungsformaten auf dieses                                                                                    Ehrenamt aufmerksam zu machen

                                                                      ... auf die Bedeutung und Notwendigkeit                                                                              des Vorhandenseins von weiblichen                                                                                  Stimmen in kommunalen                                                                                                    Entscheidungsprozessen hingewiesen

                                                                      ... und Frauen motiviert, sich zur Wahl zu                                                                              stellen.

Das Ziel muss ein:   " 50 : 50 " - Frauen paritätisch in die Parlamente, denn die kommunalen Ebenen können nur erfolgreich und gewinnbringend arbeiten, wenn viele Sichtweisen vertreten sind und zusammen arbeiten ... 

                                                                      ... von Jüngeren und Älteren

                                                                      ... von allen EU-Bürgerinnen und Bürgern,                                                                            die in der Gemeinde leben

                                                                      ... von Frauen und Männern ! 


Ja und in diesem Jahr fällt der Muttertag auch auf den 14.Mai.

Interessante Gedanken zu diesem Tag der Mütter fand ich bei

                    Pinkstinks : https://pinkstinks.de/muttertag-noe-familientag/  . 

Nehmen Sie sich am Sonntag doch einfach gemeinsam Familienzeit, klicken Sie den Link an, vielleicht ergeben sich in Ihrer Familie daraus spannenden Gespräche und neue Sichtweisen. Viel Spaß !

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02. Februar 2023 Frauen in die Politik: Porträts 

Gerne zeigen wir hier noch einmal unseren digitalen Adventskalender 2022 als PDF zum Download. Hier finden Sie neben Tipps vor allem einige Porträts interessanter Frauen aus der Kommunalpolitik Eiderstedts. Adventskalender 2022 (Klick Link)

Viel Spaß beim Lesen!


9. Januar 2023 Interessante Online-Seminare zum Thema "Digitaler Wandel"

Liebe Frauen,

… nicht erst durch die letzten beiden Jahre mit den verschiedenen Veränderungen durch die Corona-Pandemie haben dazu geführt, dass die digitale Welt zunehmend in allen unseren Lebensbereichen präsenter wird.  Immer mehr alltägliche Dinge können wir am PC, Handy oder Laptop unkompliziert erledigen. Lesen, recherchieren, spielen, posten, chatten – ein bewusster Umgang öffnet viele Türen…

So gibt es in inzwischen in dem Bereich der persönlichen und beruflichen Entwicklung viele interessante Online-Seminare, auf die ich Sie im Jahr 2023 regelmäßig hinweisen möchte.

Vielleicht ist ja etwas für Sie dabei … schauen Sie mal bei „Termine & Veranstaltungen


1.12.2022 Heute startet der Digitale Adventskalender der Gleichstellungsbeauftragten

Interessante Porträts, Geschichten und Beiträge über Frauen in der Kommunalpolitik, dazu noch ein paar Buchtipps, Links und Informationen zum Thema "Frauen in die Parlamente"... Dies alles finden Sie ab heute im ersten Digitalen Adventskalender der Gleichstellungsbeauftragten des Amtes Eiderstedt und der Stadt Tönning, Gudrun Arndt.

Schmökern Sie sich durch die Adventszeit und verkürzen Sie sich so die Wartezeit bis Weihnachten, es lohnt sich, versprochen!

Den Adventskalender finden Sie unter www.amt-eiderstedt.de/adventskalender. Hier geht es direkt zur Seite (9.1.23: Der Link zur Seite Adventskalender steht nicht mehr zur Verfügung).


17.10.2022 Nachlese der Brustkrebsausstellung in Sankt Peter-Ording

Liebe Interessierte!

Im Rahmen des Brustkrebsmonats Oktober fand in St.Peter-Ording die Ausstellung "Komm wie du bist" statt (wir berichteten).

Nach der gut besuchten Eröffnung mit einer Andacht von Frau Große-Hartmann und Andrea Streubier und Grußworten von Herrn Amtsvorsteher Marwig gab es eine Woche Gelegenheit, sich die Ausstellung anzuschauen, in Büchern und Zeitungen zum Thema zu lesen und Gespräche zu führen.

Dies wurde rege genutzt und viele Besucher:innen nahmen sich das bereit gelegte Infomaterial mit und hinterließen Ihre Eindrücke im Gästebuch. Die Workshops waren alle binnen kurzer Zeit ausgebucht und die Teilnehmenden gaben den Workshopleiterinnen durchweg ein positives Feedback.



19.09.2022 Ankündigung Ausstellung und Workshops zum Brustkrebsmonat Oktober 2022

Ab dem 3. Oktober läuft in der katholischen St. Ulrich Kirche in Sankt Peter-Ording eine Ausstellung mit dem Titel „Komm, wie du bist!“. Diese Ausstellung anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober zeigt Fotos von acht mutigen Dithmarscherinnen, die kein Tabuthema aus ihrer Erkrankung machen. Die Bilderschau, die zwischen Oktober 2020 und Januar 2021 an verschiedenen Orten in Dithmarschen und Nordfriesland entstand, gibt dabei Einblicke in das Leben der Frauen mit der Krebserkrankung, in ihre Verletzungen und ihre ganz persönlichen Träume. 

Nähere Informationen zur Ausstellung, den einzelnen Workshops und die Anmeldung zur Workshopteilnahme, finden Sie in der Rubrik „Termine und Veranstaltungen“ und dem Faltblatt


15.09.2022 Nachlese zu „Politik sucht Frauen“

2021 gab es immer noch kein Parlament in Deutschland, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt vertreten waren.

Im Bundestag liegt der Frauenanteil derzeit bei rund 35 %, in den Länderparlamenten bei 32 % und auf kommunaler Ebene im Durchschnitt bei 23 %.  Noch immer gibt es, insbesondere in kleineren Kommunen, frauenfreie Räte.

Das wollen wir ändern! In Kooperation mit Gleichstellungsbeauftragten aus den Kreisen Dithmarschen, Schleswig-Flensburg und der Stadt Flensburg haben wir nordfriesischen Gleichstellungsbeauftragten in Vorbereitung auf die Kommunalwahl 2023 eine Fortbildungsreihe für kommunalpolitisch interessierte Frauen auf die Beine gestellt.

In vier Modulen konnten Frauen das kleine Einmaleins der Kommunalpolitik kennen lernen, sich in Kommunikationstechniken schulen und jede Menge Netzwerken.

Am Samstag, den 27. August endete die Seminarreihe mit einer Podiumsdiskussion, bei die Politikerinnen: Sabine Sütterlin-Waak, Petra Bagheer-Nielsen, Ilse Johanna Christiansen und Birte Pauls dabei waren. Es fand eine angeregte Runde statt, aus der die Teilnehmenden jede Menge Infos und Inputs aus den Werdegängen und dem Berufsalltag der vier Politikerinnen erfuhren.

Im Anschluss an ein Speed Dating, bei dem die Politikerinnen an vier verschiedenen Tischen auf die individuellen Fragen der Frauen eingingen, fand die feierliche Eröffnung unserer Ausstellung „Frauen mischen mit“ statt, in der rund 15 aktive Kommunalpolitikerinnen porträtiert werden. Vielen Dank an diese Kommunalpolitikerinnen und an das Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein für die finanzielle Unterstützung des Projekts.

Die Ausstellung wandert nun durch das nordwestliche Schleswig-Holstein und ich freue mich schon sehr, wenn sie in Nordfriesland zu sehen ist.


18.08.2022 Unconscious bias... oder: Wie sich unbedacht verwendete automatische Stereotypen und unbewusste Denkmuster in Digitalisierungsprozessen nieder schlagen können!

Ein Beispiel: Aktuell wenden sich zahlreiche Frauen an die Geschäftsstelle der LAGs kommunaler Gleichstellungsbeauftragter und beschweren sich darüber, dass die Finanzämter trotz gemeinsamen Grundbesitzes nur die Männer anschreiben. In den Kieler Nachrichten vom 10.07.22 bezeichnet Frau Heinold dieses Vorkommnis als „ärgerlich" und begründen es „mit dem technischen Verfahren".

Zum Weiterlesen: Der offene Brief der Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten (LAG) an Ministerin Heinold und ihre Antwort

Dieses  eine Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, dass im Zuge der Digitalisierung (Stichwort: Onlinezugangsgesetz) gleichstellungsrelevante Gesichtspunkte berücksichtigt werden müssen.

Die AWO schrieb im Rahmen ihrer digitalen Aktionswoche 2020: "Unbewusste Denkmuster lassen sich nicht einfach ablegen. Indem wir uns (aber) die Prozesse vor Augen führen, sind rationalere Entscheidungen und ein anderes Verhalten möglich.

Wenn wir eine demokratische Gesellschaft mit der Teilhabe aller anstreben, dann setzen wir uns mit den eigenen unbewussten Denkmustern auseinander und probieren neue Wege. Es ist eine Herausforderung für alle, für gelebte Demokratie".


27.07.2022 Frauen im Netz | Sicher online unterwegs

Die Geschäftsstelle der LAGs kommunaler Gleichstellungsbeauftragter S.-H. hat eine Broschüre zum Thema "Frauen im Netz – Sicher online unterwegs" herausgebracht. Hier finden Interessierte, die sich sicher im Netz bewegen möchten, viele Tipps und leicht verständliche Erläuterungen zu möglichen Stolpersteinen. Außerdem finden Sie Kontaktdaten von Beratungsstellen, wenn Sie digitale Gewalt erfahren haben oder andere Unterstützung benötigen. Die Broschüre finden Sie zum Download in der rechten Spalte unter "Dokumente".


14.07.2022  Hinweise für Partygänger:innen : K.O.-Tropfen, Taxigutscheine und Heimwegtelefon...

… für Schüler:innen, Student:innen und Auzubis gibt´s  Infos und Armbänder im Gleichstellungsbüro!

Nach langer Zeit der persönlichen Einschränkungen durch die letzten beiden Coronajahre genießen nun alle wieder das gesellschaftliche Leben, man trifft sich, geht zum Tanzen und auf Veranstaltungen, genießt die freie Zeit .

Doch bitte aufgepaßt: Gerade  ging wieder eine Meldung über die sogenannten K.O.-Tropfen durch die Presse.

„Was sind K.O.-Tropfen?

Unter dem Begriff K.O.-Tropfen werden verschiedene Substanzen zusammengefasst, die anderen Personen unbemerkt verabreicht werden, und zwar mit dem Ziel, sie in einen willen- und wehrlosen Zustand zu versetzen und sie dann sexuell zu missbrauchen und/oder auszurauben. Die Substanzen sind zum Teil rezeptpflichtige Psychopharmaka oder Narkotika.

K.O. Tropfen sind meist geruch- und farblos, haben aber einen leichten Beigeschmack, weshalb sie häufig in alkoholische oder Mix-Getränke getan werden, in denen der Geschmack nicht mehr wahrnehmbar ist.

Beispiele für Wirkung, Nebenwirkungen und Folgen:

Die Wirkung von K.O.-Tropfen setzt etwa 10-20 Minuten nach der Einnahme ein und dauert je nach Substanz und Dosis meist einige Stunden an. Da sich eine Person nach der unfreiwilligen Einnahme von K.O.-Tropfen ähnlich wie ein alkoholisierter Mensch verhalten kann, schöpft oft weder die Person selbst noch ihr Umfeld Verdacht.

Beispiele für Wirkung und Nebenwirkungen von K.O.-Tropfen:

  • Übelkeit, Erbrechen
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Atemnot
  • Schweißausbrüche
  • Muskelkrämpfe
  • Benommenheit
  • Enthemmtes Verhalten
  • Willenlosigkeit, Kontrollverlust
  • In höheren Dosen Verwirrtheitszustände, Atemstillstand, evtl. Bewusstlosigkeit oder Koma
  • Erinnerungsstörungen, schlagartiger Erinnerungsverlust bzw. „Filmriss“
  • Oft auch noch im Nachhinein: Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen

Wie kann ich mich schützen?

Diese Tipps können helfen, dass Frauen und Mädchen sich besser gegen K.O.-Tropfen schützen können, einen vollständigen Schutz gibt es allerdings nicht:

  • keine offenen Getränke von Unbekannten annehmen
  • bei Unwohlsein oder Übelkeit Freunde oder Personal (z.B. in Kneipen oder Diskotheken) ansprechen
  • sich dann nicht von fremden Personen, die es anbieten, nach Hause bringen lassen
  • sich um Freundinnen und Freunde kümmern, die zu viel getrunken haben oder sich seltsam verhalten
  • nicht zögern, die Disco oder eine Feier zu verlassen, wenn man sich dort nicht sicher fühlt
  • im Zweifel die Polizei anrufen
  • „zusammen kommen, zusammen gehen“ und aufeinander zu achten ist die sicherste Vorbeugung gegen K.O.-Tropfen.“

(vgl.Seite der Frauberatungs- und Fachstelle bei sexueller Gewalt Kiel)

Diesen Tips, wie Frau/Mann sich schützen kann, möchte ich anfügen, dass es in Apotheken und Drogeriemärkten, aber auch online, die „Drinkcheck-Armbänder“ gibt. Diese werden am Handgelenk getragen und es können zwei Getränke damit getestet werden.

Außerdem mein Hinweis auf unsere Nacht-Taxi-Gutscheine: Zum halben Preis können in den Verwaltungen der Städte und Ämter im Kreisgebiet Gutscheine erworben werden, die dann bei der Bezahlung des Taxis verrechnet werden. So sollen Heimfahrten von Abendveranstaltungen für Schüler:innen, Student:innen und Auszubildende erwchwinglicher und vor allem sicherer möglich sein.

Last but not least gibt es die Hotline des Heimwegtelefons e.V.030 12074182 (deutschlandweit).

Es gelten die Telefongebühren deines Mobilfunkanbieters für einen Anruf in das deutsche Festnetz.

"Das Heimwegtelefon ist ein Service bei dem Du nachts anrufen kannst, wenn du Dich auf dem Heimweg unwohl fühlst. Du wirst dann von einem* einer Ehrenamtlichen am Telefon bis nach Hause begleitet."

Erreichbar ist das Heimwegtelefon sonntags-donnerstags von 20 bis 24 Uhr und freitags und samstags von 20 bis 03 Uhr.

Weitere Infos: https://heimwegtelefon.net/

Bei weiteren Fragem meldet euch bei mir und vor allem: Kommt alle immer sicher nach Hause !


12.07.2022 - Reingeklickt...

Die gemeinnützige Stiftung "Alltagsheld:innen" setzt sich für faire Lebensbedingungen von Alleinerziehenden ein, unterstützt entsprechende Projekte und will so dazu beitragen, strukturelle Benachteiligungen für ein-Eltern-Familien abzubauen. Seid Mai diesen Jahres bietet sie nun eine kostenlose Rechtshotline für Alleinerziehende an: 

Die Stiftung Alltagsheld:innen bietet die erste deutschlandweite Rechtshotline für Alleinerziehende an, bei der sie sich kostenlos von Rechtsanwält:innen zum Familienrecht beraten lassen können. Ein persönlicher Beratungstermin à 30 Minuten bei einem Anwalt bzw. einer Anwältin der Hotline kann ab sofort gebucht werden unter www.hotline-familienrecht.de

Die telefonische Rechtsberatung findet immer donnerstags zwischen 17:00 und 20:00 Uhr unter 0800 - 50 60 600 (außer feiertags) statt. 

https://alltagsheldinnen.org/



16.05.2022 - Nachgedacht...

„Führen ist (…) viel einfacher, wenn alle so sind wie man selbst“

Stimmt das?

Wollen wir das und sind wir dann eigentlich erfolgreich?

Wohl eher nicht, denn unser Leben - hier: unser Berufsleben - lebt von vielfältigen Perspektiven, von gleichberechtigter Beteiligung der Geschlechter, von neuen Impulsen, von der Diskussion und von den verschiedenen Fachkompetenzen in Teams.

Prof. Dr. Ruhwedel sagt : „Wir brauchen ein hohes Maß an Akzeptanz für Unterschiedlichkeit in Unternehmen, Abteilungen und Teams.“

„Der Wert eines Dialogs hängt vor allem von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab“ (K. R. Popper)                                      

Damit diese – die konkurrierenden Meinungen - zum Tragen kommen, braucht es Umgangsformen wie: Gelassenheit, Offenheit, Neugierde, Empathie, Besonnenheit, Toleranz und Wertschätzung.

Wenn alle ihre Meinungen mit dieser Haltung in ihre Arbeit einbringen; - also nicht erwarten, dass die Kolleg:innen oder die Vorgesetzten so sind und denken, wie man selber, wenn  Andersartigkeit nicht ausgrenzt, sondern Diversität gelebt wird, dann sind Unternehmen erfolgreich, haben langfristig eine hohe Mitarbeiter:innenzufriedenheit und größere Chancen bei der Aquise neuer Teammitglieder.


„Eine vielfältige Mischung von Stimmen führt zu besseren Diskussionen, Entscheidungen und Ergebnissen für alle“ (Sundar Pichai)

Mehr zum Thema „Diversität im Management“ unter folgendem Link



06.05.2022 - Nachgeschaut!
Am kommenden Sonntag, 08.Mai, ist Landtagswahl in Schleswig-Holstein.

(Insbesondere) für Frauen, die noch nicht genau wissen, welche Partei eigentlich für sie in Frage kommt, hat die Landesarbeitsgemeinschaft der hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Schleswig-Holsteins Wahlprüfsteine mit Fragen zu frauen- und familienspezifischen Themen zusammen gestellt und dazu in den Wahlprogrammen der zur Wahl stehenden Parteien nachgelesen.

Schauen Sie einmal hinein und gehen Sie bitte am 08.Mai zur Wahl, denn Ihre Stimme zählt! Hier geht es zu den Wahlprüfsteinen (Download PDF).


02.05.2022, 19:30 - 21:00 Uhr Die Frau fürs Leben ist nicht das Mädchen für allesWie wir Care-Arbeit, Haushalt und Familienorganisation neu fair-teilen können

Eine Veranstaltung der Kreisarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in Nordfriesland, Anmeldung bitte per Email bis 27. April.

Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten finden Sie im Flyer (PDF zum Download).


Montag, 02. Mai 2022, 19:30 - 21:00

Fürsorge hält unsere Familien und unsere Gesellschaft zusammen. Diese wichtige Arbeit führt oft zu einer mentalen Belastung, denn wer sich um Kinder oder zu pflegende Angehörige kümmert, hat selten Feierabend. Im familiären Kontext heißt das, die gesamte Organisation von Haushalt bis Kinderbetreuung im Blick zu haben und endlose To-Do-Listen zu führen. Aber auch im beruflichen Umfeld spielt Fürsorge eine Rolle: Menschen, die in Care-Berufen arbeiten, Assistent*innen-Jobs haben oder zu einer guten Atmosphäre am Arbeitsplatz beitragen - auch sie können mental belastet sein.

Eine Veranstaltung der Kreisarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in Nordfriesland, Anmeldung bitte per Email bis 27. April.

Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten finden Sie im Flyer (PDF zum Download).


01.04.2022 - https://www.germany4ukraine.de/hilfeportal-de

11.03.2022 - So war der Bücher- und Infotisch zum Equal-Care-Day

07.03.2022 - Vielfalt kennenlernen: Neuer Medienkoffer wartet auf interessierte Einrichtungen

18.02.2022 - Jetzt Termin vormerken: Bücher- und Infotisch zum Equal-Care-Day