Seiteninhalt

Wir informieren: Eiderstedt als Modellregion ausgewählt 

MORO Forschungsprojekt "Krisenfeste Raum- und Infrastrukturen durch zentralörtliche Konzepte" gestartet

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) führen als Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) das Forschungsprojekt „Krisenfeste Raum- und Infrastrukturen durch zentralörtliche Konzepte“ durch. Als eine der sechs Modellregionen in dem Projekt wurde Eiderstedt mit seinen Orten Garding, Sankt Peter-Ording und Tönning als Mittelbereich ausgewählt. Das Amt Eiderstedt bringt zusammen mit dem Kreis Nordfriesland und der Landesplanung im Innenministerium die lokalen Belange für die Region mit ein. 

Am 20. Oktober 2022 fand der digitale Auftaktworkshop zum Forschungsprojekt mit Abgesandten aller Modellregionen statt. Als nächster Schritt folgte Anfang November 2022 ein Termin mit jeder Modellregion, die jeweiligen Schwerpunktthemen der Untersuchung festzulegen. „Das Modellvorhaben beschäftigt sich mit der Frage, wie die Daseinsvorsorge im Krisenfall gesichert werden kann, da gibt es gerade bei uns hier im strukturschwachen, ländlichen Raum einige Herausforderungen. Dass Eiderstedt als Region für diese Untersuchungen ausgewählt wurde, freut uns natürlich sehr“, berichtet Matthias Hasse, Amtsdirektor Amt Eiderstedt. „Sankt Peter-Ording, Garding und Tönning erfüllen in diesem Rahmen zentralörtliche Funktionen und ein potenzieller Schwerpunkt der Untersuchung wird zum Beispiel sein, den Krisenfall einer extremen Sturmflut mit großräumiger Überflutungsgefahr in unserem Bereich zu simulieren und sich zu rüsten.“ Die Grundfrage, die dabei innerhalb von MORO behandelt wird, lautet: Wie wird die Daseinsvorsorge im Krisenfall gesichert? Angeschaut werden hier dann Dinge wie Verkehrswege, Erreichbarkeit des nächsten Krankenhaues oder die Versorgung mit Frischwasser, Energie, Lebensmitteln, Gütern des täglichen Gebrauchs oder Dienstleistungen.

So soll MORO zur strukturellen Stabilität der Regionen beitragen, da durch Krisen ausgelöste Veränderungen mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse besser verkraftet und negative Auswirkungen begrenzt werden können. Wichtig ist es hier, für die nächsten Termine, auch weitere lokale Schlüsselakteure wie den Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein, den Deich- und Hauptsielverband Eiderstedt oder das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee (für Eidersperrwerk verantwortlich) mit ins Boot zu holen. Am Ende des bis Frühjahr 2024 laufenden Projektes soll dann ein Methodenleitfaden für die Planungspraxis sowie Handlungsempfehlungen an die Raumordnungsplanung der Regionen stehen.

„Thematisch passt dieses Projekt auch zu den aktuell laufenden Prozessen bei der Überarbeitung der örtlichen Evakuierungspläne und der Sensibilisierung von Entscheidungsträgern und Bevölkerung im Zusammenhang mit möglichen Krisensituationen“, so Amtsdirektor Hasse weiter.  

Für weitere Informationen zum Forschungsprojekt besuchen Sie die Projektseite des BBSR:

https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/programme/moro/studien/2021/krisenfeste-raum-und-infrastrukturen/01-start.html